Ich bin immer noch am Debian / Linux erlernen, Vorgänge und Zusammenhänge verstehen, Logfiles auswerten, System pflegen und mit meinem System zu experimentieren.
Dabei kommen manchmal seltsame Dinge zu Tage 🙂
Auf meiner Synology wurde langsam aber sicher der Speicherplatz etwas knapp.
Als ich mir das Gerät zugelegt habe sind 2x 2TB Festplatten von Seagate verbaut worden.
Damals habe nicht im entferntesten daran gedacht, daß Speicherplatzmangel mal ein Thema sein würde.
Ursprünglich wollte ich sogar nur 2x 1TB einbauen. Nun ja, Filme kommen hinzu, Serien werden runtergeladen, allererlei brauchbares und weniger brauchbares Zeug sammelt sich im der Laufe der Zeit an….und nein, ich bin kein Datenmessie 🙂
Also ab zum Elektronikhändler um die Ecke und 2x 4TB von Western Digital gekauft.
Ich betreibe beide Platten im SHR-Verbund (Synology Hybrid Raid). Somit kann eine Festplatte ausfallen, ich komme aber trotzdem noch an meine Daten. Leider muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß ein RAID kein Backup ist. Es erhöht nur die Datenredundanz und die Vorhaltung. Wenn zum Beispiel der Festplattencontroller ausfällt, hilft auch das beste RAID nichts.
Der Austausch selbst ging ohne Datenverlust und schnell vonstatten:
- NAS runterfahren
- neue Festplatte einbauen
- NAS neu starten
- abgestürztes Volumen reparieren
Die Reihenfolge in welcher die Festplatten getauscht werden ist völlig egal und bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, daß nicht beide Platten gleichzeitig getauscht werden 😉
Damit werden die vorhandenen Daten auf die neu eingebaute Festplatte gespiegelt, was aber seine Zeit braucht. Bei mir waren es rund 6 Stunden. Während das SHR neu aufgebaut wird und die Daten gespiegelt werden, kann man aber mit dem System problemlos arbeiten und auch weiterhin auf seine Daten zugreifen.
Die letzten Tage habe ich mich wieder etwas intensiver mit meiner Synology beschäftigt.
Sie dient mir als Datengrab und Herberge meiner Mediensammlung auf die OpenELEC zugreift.
Sie ist relativ wartungsarm und verrichtet klaglos ihren Dienst. Kein Grund also täglich nach dem rechten zu sehen. Als ich jedoch routinemässig diverse Logs und Einstellungen durchgegangen bin, ist mir doch etwas merkwürdiges aufgefallen. Es scheint als ob die Einstellungen bei dem Menüpunkt “Login-Stil” noch nicht vollständig eingedeutscht sind.
Ob das schon vorher so war, oder erst mit der Firmware-Version 5.2-5592 Update 3, welche ich letzte Woche eingespielt habe vermag ich nicht zu sagen. Dies ist allerdings kein großes Problem und ändert auch nichts an der Funktionalität.
Die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat fordert in einem Antrag, daß ab sofort sämtliche Netbooks,-Laptops für die Volksvertreter nicht mehr mit LiMux, sondern wieder mit Windows samt Office ausgeliefert werden sollen. Die Begründung für den Umstieg ist in meinen Augen gelinde gesagt etwas dürftig.So wird zum Beispiel mit:
Ob man jetzt Skype für den “normalen Gebrauch” benötigt, darüber denke ich kann man streiten. Und die “fehlenden” Benutzerrechte sind durch den städtischen IT-Dienstleister it@M vorgegeben worden und haben durchaus Sinn. Sonst kann man sich gleich sämtliche Sicherheitsrichtlinien sparen und auf BYOD berufen. Wie lange wohl unter diesen Umständen ein “normales Arbeiten” funktioniert? Die Einschränkungen des Benutzers durch die Sicherheitsanforderungen sind übrigens völlig unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem.
Ich denke neben der Unzufriedenheit von OB Dieter Reiter besiegelt der Antrag langsam aber sicher das Ende des IT-Großprojektes LiMux….
Nachdem AVM das neue FritzOS 6.30 veröffentlich hat, wollte ich das ganze natürlich auch auf meiner 7390 installieren. Leider habe ich eine beschnittene Version meines ISPs, so daß der direkte Weg über den Menüpunkt “Update” nicht funktioniert. Diesen Punkt gibt es in meiner Fritz!Box schlichtweg nicht – diese Thema wurde hier bereits behandelt.
Also wurde kurzerhand eine Sicherung der aktuellen Konfiguration gemacht, ein Werksreset durchgeführt und ich erwartete nach dem anschließenden Neustart eine Fritz!Box mit besagter 6.30. Dieses Vorgehen hat bereits bei der FritzOS 6.20 sauber und einwandfrei funktioniert. Pustekuchen… Die Fritz!Box führte einen Neustart durch, aber die “Info”-LED blinkte danach ROT. So habe ich das auch noch nie gesehen. Kurzerhand bei MNET angerufen, kurze Schilderung des Problems und 2 Tage später, am Freitag vormittag hatte ich eine neue 7390 – bereits mit Version 6.30.
Dort scheiterte jedoch der Import der voherigen Sicherung. Ich habe bei dem Export der Sicherung kein Kennwort festgelegt, weil ich nicht davon ausgegangen bin dieses Backup auf einer anderen Fritz!Box importieren zu müssen. Nach drei Stunden war wieder alles nach meinen Vorstellungen eingerichtet. Dies umfasst VPN-Verbindungen, WLAN, Portweiterleitungen und sonstige diverse Anpassungen.
Während der unfreiwilligen zweitägigen Internet-Abstinenz wurde mir erst richtig bewusst was alles an so einem Gerät hängt. Ich konnte keine Termine erstellen, keine Serien oder Filme gucken, keine Mails abrufen, nichts drucken, keine Sicherung durchführen, keine Mediatheken mit OpenELEC durchsuchen, keine Aufnahmen planen etc. usw. Irgendwie erschreckend das ganze in seiner Abhängigkeit zu sehen….