MailPlus Server

Vor längere Zeit habe ich hier im Blog bereits aufgeführt wie ich den Mailserver auf der DS415+ installiert hatte.
Seitdem tut er klaglos ohne Fehler seinen Dienst und ich freue mich eigentlich jeden Tag aufs neue welche Möglichkeiten man mit einer NAS hat. Ich bin insbesondere auch von der Langlebigkeit der Systeme angetan.
Die Geräte werden über einen langen Zeitraum mit Aktualisierungen versehen (im Schnitt zwischen 5-7 Jahre).
Es gibt aber auch Fälle in welchem ein neues Paket (vorerst) der x86-Architektur vorbehalten ist und Geräte mit ARM-Prozessoren nicht oder erst später damit ausgestattet werden. 
Nun, meine DS415+ besitzt einen Intel Atom 64-bit – Prozessor und für diese Geräte wurde bereits vor längerer Zeit ein neues Paket zur Verfügung gestellt. Der “MailPlus Server“. Dieser ist im Grunde nur die etwas aufgebohrte Version des “alten” Mailservers, aber ich denke Synology wird zukünftig dieses Paket zu einer vollständigen Groupware ausbauen. 

Das war für mich Grund genug mir dieses besagte Paket direkt aus dem Paketzentrum zu installieren.

paketBesonders angetan war ich hier von der Möglichkeit eine Migration vom “alten” zum “neuen” Mailserver durchführen zu lassen, wobei alle Einstellungen und Mails übernommen werden. Trotzdem ist es natürlich ratsam ein aktuelles Backup zu haben und sich nicht blind darauf verlassen, daß schon nichts passieren wird. Zusatzlich und zu meiner eigenen Sicherheit habe ich vor der Migration meine Mails aus dem betreffenden Konto in Thunderbird in einen lokalen Ordner kopiert.

migrationmigration2

 

migration_ausfuehrungmigration_uebersicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die Migration hat in etwa 2min gedauert, und meine Mails waren alle -auf den ersten Blick- noch da.
Die nächsten Tage wird das neue System natürlich besonders getestet und im Auge behalten. 
Von Synology bin ich aber durchaus vernünftige Software gewohnt, so daß ich dem Ganzen positiv entgegensehe.

Monitoring fürs LAN

Durch die fortschreitende Technik sind virtuelle Maschinen (VM) auf diversen Hosts mittlerweile keine Seltenheit mehr und auch vermehrt in “privaten” Netzwerken anzutreffen. So auch bei mir. Unter anderem ein Nextcloud unter Debian, Windows Server 2016, OpenMediaVault sowie Win7 Ultimate und Win10 Pro. Hinzu gesellen sich natürlich noch die physischen Gerätschaften welche sich im Laufe der Zeit so ansammeln. Um so mehr wünscht man sich einen zentralen Punkt wo sich diverse Statusinformationen über die Geräte/VMs vereinen, anstatt sich auf jedem Gerät einzeln anmelden zu müssen.

Bei Tests mit Observium bin ich nie richtig glücklich geworden. Der “Workflow” wollte sich damit einfach nicht einstellen. Die Platzhirsche Nagios oder Icinga erschienen mir als reiner Overkill. Nach weiteren Tests bin ich nun von LibreNMS recht angetan welches schon ein paar Tage hier seine Dienste verrichtet. Bei der Installation habe ich mich an https://docs.librenms.org/#Installation/Installation-Ubuntu-1604-Apache/ gehalten. Mit der Anleitung sollte es keine Probleme geben. Einzig das Paket “curl” muß u. U. noch manuell auf dem Unterbau nachinstalliert werden. Das wird in der Anleitung nämlich nicht erwähnt. Die Installation dauert etwa 30 Minuten. Danach ist das WebIF über die lokale IP erreichbar. Schnell noch ein paar Geräte hinzugefügt, bisschen gewartet und schon sollten die ersten Graphen generiert werden.

Man könnte das ganze natürlich noch maximieren, indem man Dienste der Hosts mit aufnimmt, SNMPv3 verwendet, umfangreiche Regeln für die Alarmierung schreibt aber das geht nicht “so schnell nebenbei”. Für mich ist es ein Kompromiß zwischen schnellen Ergebnissen und vernüftigem Monitoring ohne Tage oder Wochen dafür investieren zu müssen. LibreNMS selbst läuft in einer VM auf der DS415+ und ist mit einem Kern und 512 MB RAM äußerst genügsam.

 

             

Datenbanken per Script sichern

Die Tage hatte ich mich mit der Umsetzung eines automatisierten Backups der Datenbanken auf der DS415+ befasst. Das kann man auch mit Hyper Backup bewerkstelligen, ich wollte es aber diesmal mit einem Script probieren. Fündig bin ich im Synology Wiki geworden. Da aber das dort angegebene Script von 2013 ist war nur eine Änderung bezüglich eines Pfades notwendig.

#!/bin/bash
#
# dieses Skript kann man beliebig oft ausführen
#
# Anzahl der Sicherungen die aufgehoben werden sollen
KEEP=10
BACKUPS=`find /volume1/Backup/Datenbanken -name "mysqldump-*.gz" | wc -l | sed 's/\ //g'`
while [ $BACKUPS -ge $KEEP ]
do
ls -tr1 /volume1/Backup/Datenbanken/mysqldump-*.gz | head -n 1 | xargs rm -f
BACKUPS=`expr $BACKUPS - 1`
done
DATE=`date +%Y%m%d%H%M%S`
rm -f /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS
/bin/mysqldump --opt -uroot -pPasswort für MySQL --all-databases | gzip -c -9 > /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS
mv -f /volume1/Backup/Datenbanken/.mysqldump-${DATE}.gz_INPROGRESS /volume1/Backup/Datenbanken/mysqldump-${DATE}.gz
exit 0

Der Rot markierte Pfad ist in dem Script vom Wiki veraltet.

Das Script wird auf einer Freigabe der Diskstation gespeichert und kann dann mit dem Aufgabenplaner an eure Bedürfnisse angepasst ausgeführt werden. In meinem Anwendungsfall werden die Datenbanken stündlich nach /volume1/Backup/Datenbanken gesichert und die letzten 10 Versionen davon aufgehoben.

script2 script1

Das Speicherverzeichnis für die Datenbanken wurde zusätzlich noch in den Backupauftrag auf meine DS213 aufgenommen.

 

Nextcloud 13.0.4

Nachdem Karsten auf seinem Blog bereits über das Release 13.0.3 berichtet hatte, gehts nur 4 Tage später mit 13.0.4 weiter. Ich habe das Update auf meiner Synology DS415+ bereits eingespielt. Über den integrierten Updater gab es bei mir 2 Timeouts. Einmal bei dem Punkt “Create backup” und “Move new files in place”. Kurz gewartet, die Seite im Browser mit F5 aktualisiert und weiter ging es. Das recht umfangreiche Changelog liefert detaillierte Informationen über die Neuerungen und Verbesserungen. Unter anderem ist es jetzt möglich Links für “Impressum” und “Datenschutzverordnung” auf der Loginseite anzugeben.    

DSM 6.2-23739

Nach 3 RCs rollt Synology die Version 6.2 für unterstützte Geräte aus.
Leider wird diese Firmware -abgesehen von Sicherheitspatches- auch die letze für meine DS213 sein.
Nicht so schlimm, da sie ja nur noch als Backupserver für die DS415+ im heimischen LAN dient.
Neuerungen sind überwiegend in dem Bereich Storage / HA-Cluster hinzugekommen.
Auf der DS415+ werde ich das Update die nächsten Tage durchführen und das System intensiv beobachten.
Es ist im Allgemeinen ratsam bei jedem Update erst ein paar Tage vergehen zu lassen. Ich habe das erst kürzlich bei meiner QNAP TS-253B gesehen: QTS 4.3.4.0537 wurde stillschweigend zurückgezogen. Hier kreide ich die Informationspolitik von QNAP auch an. Es gab keine offizielle Information warum man den drastischen Schritt ergreifen musste.  

Ausführliche Informationen über das Update von DSM gibts im -diesmal sehr umfangreichen- Changelog zu lesen.