Umzug via Synologys Migrations Assistant

Seit meinem letzten Eintrag 4 Monate vergangen. Wie doch die Zeit vergeht.
Kurzum: Seit 3 Wochen wohnt eine DS1019+ bei mir. Diese ersetzt die DS415+ welches zukünftig mit bereits verbauten 2 x 14TB als Backup-Storage dient. Ich habe lange mit mir gehadert, wie ich die Migration machen sollte. Festplatten umstecken, manuell von A nach B kopieren, oder den neuen Migrations Assistant von Synology ausprobieren. Die HDDs wollte ich nicht umstecken weil diese ja weitehin für das Backup gebraucht werden. Der manuelle Umzug von rund 13 TB und der Aufwand diverse Apps wieder erneut zu konfigurieren war mir diesmal zu viel Arbeit. Klar hätte man die Konfig wieder einspielen können, aber das ersetzt trotzdem nicht die langwierigen Nacharbeiten. Zu der Zeit hatte ich privat viel um die Ohren und wenig Ressourcen übrig. Also habe ich mich entschlossen den Migrationassistant zu probieren. Ein valides und tragfähiges Backup der Daten vom Quellsystem (DS415+) war vorhanden. Der Assistant wird am Zielsystem (DS1019+) installiert, für das Quellsystem die IP-Adresse sowie das Passwort für einen User welcher Mitglied der Administratorengruppe ist eingetragen. Nach einer kurzen Überprüfung beginnt auch schon das kopieren. Der gesamte Vorgang wird über SSH durchgeführt.

Die Übertragunsrate schwanke stark zwischen 30 und 100MB/s. In meinem Fall hat das Kopieren rund 4 Tage gedauert. Es war während der gesamten Zeit keinerlei Interaktion notwendig. Auf das Quell,- sowie Zielsystem konnte weiterhin zugegriffen werden. Nach der Migration manuell den VMM installiert, das System hat die VMs der “alten” Maschine nahtlos importiert. Einzig die Netzwerkverbindung für die VMs musste händisch nachgezogen werden. Das steht aber auch so in der oben verlinkten Anleitung. Auf Wunsch werden die Dienste und Anwendungen auf dem Quellsystem gestoppt. Ich habe der DS1019+ die ursprüngliche IP der DS415+ gegeben. Nach einem obligatorischen Neustart waren sämtliche Freigaben, Benutzer, Dienste, Anwendungen, Daten, Mails, Kalender, Datenbanken und die Homepage vollständig migriert. Sogar die eingerichteten Jobs von HyperBackup waren vorhanden und funktionierten auf Anhieb. Einzig den Job zu Google Drive musste ich erneut verknüpfen. Mein innig geliebtes OSCM greift problemlos auf die Datenbank welche nun auf der DS1019+ liegt zu.

Um die Integrität und Konsistenz der Daten zu wahren, habe ich vor der Migration sämtliche Zugriffe auf das Quellsystem unterbunden. Nach Abschluß der Migration die Zugänge in der Sophos UTM auf das neue Ziel gelegt und aktiviert. So macht eine Migration echt Spaß. Ich wurde positiv überrascht, werde das Konzept weiterverfolgen und bei Bedarf vermutlich wieder so durchführen.


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