Microsoft legt Subdomains von NoIP still

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Wie heise Online berichtete hat Microsoft per Gerichtsbeschluss Verfügung über die Subdomains des DynDNS-Anbieters noip.com erwirkt.

Zitat: In einer Begründung hat Microsoft sein Vorgehen auch schon gerechtfertigt. Man sei am 19. Juni vor Gericht gezogen, um gegen zwei Individuen vorzugehen, die mithilfe des Dienstes von NoIP Malware verbreiten würden. Im Falle der Infektionen mit den Schädlingen Bladabindi (NJrat) and Jenxcus (NJw0rm) stecke in 93 Prozent der Fällen eine DynDNS-Domain von NoIP dahinter. Obwohl man das dem Unternehmen mehrmals gemeldet habe, seien keine ausreichenden Schritte unternommen worden. Deshalb habe man sich zu dem Gang vor Gericht entschieden. Zu dem Vorwurf, dass es Microsoft nun nicht gelinge, die NoIP Domains aufzulösen, die nichts mit den Schädlingen zu tun haben, äußert sich Richard Domingues Boscovich von Microsoft in dem Blogeintrag nicht.
Zitatende

Laut einer Meldung von NoIP habe keinerlei Kontaktaufnahme seitens Microsoft stattgefunden.

NoIP informiert auf seiner Webseite mit folgender Meldung:
(NOTICE: Our domains are still experiencing outages due to the Microsoft takedown. Please read our formal statement on the matter.)

Interessante und bemerkenswerte Vorgehensweise was Microsoft hier an den Tag legt, das aber im negativen Sinne. Das damit aber überwiegend “reguläre” DynDNS-Adressen nicht mehr aufgelöst werden, scheint MS nicht sonderlich zu stören. Es gibt durchaus Szenarien wo auch kritische Systeme per DynDNS angebunden sind, z. B. Überwachungskameras, kleinere Server für Klein,- und Mittelständische Unternehmen oder einfach nur ganz banale Sachen wie z. B. eben auch meine owncloud oder VPN in mein heimisches Netz.

Dieses -für mein Erachten- voreilige und unbedachte Vorgehen von Microsoft dürfte einigen Ärger von betroffenen Kunden nach sich ziehen und auch Gerichte wegen möglichen Schadensersatzklagen und Verdienstausfällen beschäftigen.


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